
Delfin Seriano Jr.

Bongani Lubisi

Simon Weller

Minda Lorando

Oscar Olivera

Rosa de Turpo

Joseph E. Stiglitz
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Manila, Philippinen
Gesundheit nur für Reiche
Delfin Seriano Jr.
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Delfin würde gern all seine Patienten gleich behandeln, aber er darf sich nur um jene kümmern, die auch dafür zahlen
können. Delfin ist überzeugt, dass die Schulden bei der Weltbank ein wichtiger Grund dafür sind, dass die
Philippinos die Bürde einer schlechten Krankenversorgung tragen müssen. IWF und Weltbank haben seiner Meinung nach
die philippinische Regierung dazu gezwungen, staatliche Unterstützungen für das Gesundheitssystem abzubauen und es
zu privatisieren.
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Delfin ist leitender Krankenpfleger und klinischer Ausbilder in einem der größten Krankenhäuser Manilas. Da das
Einkommen im privatisierten Gesundheitssektor so weit zurückgegangen ist, dass das Pflegepersonal nicht mehr
genügend Geld für den Lebensunterhalt der eigenen Familie verdient, muss die große Mehrheit der ausgebildeten
Krankenpfleger und -schwestern das Land verlassen, um in den reichen Ländern ihren Lebensunterhalt zu verdienen.
Philippinische Krankenschwestern sind weltweit als Fachkräfte gefragt. Die Philippinen sind heute der größte
„Exporteur von Arbeitskräften im Gesundheitswesen“. In den letzten 10 Jahren haben ca. 100 000 Schwestern und
Pfleger und 5000 Ärzte das Land verlassen, um in reichen Ländern zu arbeiten. Gleichzeitig mussten 1000
philippinische Krankenhäuser in den letzten drei Jahren ganz oder teilweise schließen - wegen Personalmangels.
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