
Oscar Olivera

Bongani Lubisi

Simon Weller

Minda Lorando

Delfin Seriano Jr.

Rosa de Turpo

Joseph E. Stiglitz
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Cochabamba, Bolivien
Der Wasserkrieg
Oscar Olivera
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Im Zuge der darauf folgenden Bürgerproteste gingen in Cochabamba zehntausende Menschen auf die Straße. Sie wehrten
sich dagegen, ein Drittel ihres Einkommens für Trinkwasser an einen Konzern zu zahlen. Die Regierung schickte zur
Verteidigung des Wasserdeals große Polizeikräfte und das Militär auf die Straße. Die Gewalt eskalierte und im April
2000 wurde das Kriegsrecht über Cochabamba verhängt.
Der Kampf um das Wasser, bei dem 7 Menschen starben, wurde weltweit bekannt als der „Wasserkrieg“ von
Cochabamba.
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Der 45-jährige Mechaniker und Gewerkschaftsvertreter ist einer der engagiertesten Aktivisten
Boliviens im Kampf um Menschenrechte und für Umweltschutz. Oscar setzt sich seit vielen Jahren als Sprachrohr und
Koordinator für verschiedene soziale und politische Kampagnen ein. 2001 erhielt er dafür den Preis für Umweltschutz
des Goldman Instituts.
Im Jahr 2000 führte Oscar Olivera die Bürger Cochabambas auf die Straßen, als die bolivianische Regierung, aufgrund
von massivem Druck der Weltbank, die Wasserversorgung der drittgrößten Stadt des Landes privatisierte. Die
Wasser-Konzession wurde dem bis dahin unbekannten Konsortium AGUAS DEL TUNARI übertragen, hinter dem mehrheitlich -
wie die Bürger Cochabambas nach langen Recherchen herausfinden konnten - der milliardenschwere US-Konzern Bechtel
stand.
In einem das Wassergeschäft flankierenden Gesetz wurde den Bewohnern der Andenregion Cochabamba verboten, Wasser aus
Flüssen, Bächen und Seen zu entnehmen. Sogar das Sammeln von Regenwasser sollte von nun an illegal sein. Das
Unternehmen AGUAS DEL TUNARI sollte an jedem Tropfen Wasser verdienen. Dem Konsortium um Bechtel wurde vertraglich
eine traumhafte Rendite von 16% pro Jahr garantiert.
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