Die ehemals staatliche BRITISH RAIL ist 1997 an mehr als 150 unterschiedliche private Firmen verkauft worden, die
untereinander konkurrieren und damit für günstigere Preise und besseren Service sorgen sollten. Leider wurde damals
nur unzureichend geregelt, wer für den Erhalt des Streckennetzes, Investitionen in die Sicherheit oder auch nur den
Abgleich von Fahrplänen untereinander verantwortlich sein sollte, so dass es zu zahlreichen tragischen Zugunglücken
kam.
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„Die Banken und Finanzmärkte haben kurzfristig profitiert. Sie haben Geld von der Regierung geschenkt bekommen. Wer
hat verloren? Langfristig gesehen haben wir alle verloren - die Gesellschaft. Wir Bürger haben zugelassen, dass
sich, allein für den kurzfristigen Profit einiger Banken und Konzerne, der Zustand der Bahn sowie sämtliche
Serviceleistungen drastisch verschlechtert und verteuert haben. Ein Ticket von einer Ecke des Landes in die andere
zu lösen, ist ein logistischer Albtraum. Die Menschen glaubten an den Mythos der Privatisierung und wurden in den
letzten Jahren auf so traurige Weise eines Besseren belehrt.“
Die Ironie der Geschichte: Ein Hauptgrund für die Privatisierung der britischen Eisenbahn war die Steigerung der
Effizienz und die Verminderung der staatlichen Subventionen. Beide Ziele wurden verfehlt. Schlimmer noch: Die
britische Eisenbahn wird heute nach der Privatisierung mit mehr als doppelt so vielen Steuergeldern subventioniert
als vor der Privatisierung.
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