Joseph E. Stiglitz



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Rosa de Turpo


New York City, USA

Joseph E. Stiglitz



Sein 2002 erschienenes globalisierungskritisches Buch Die Schatten der Globalisierung, in dem er anschaulich und ohne schrillen Tonfall Argumente gegen den neoliberalen „Marktfundamentalismus“ vorträgt, machte ihn in der globalisierungskritischen Bewegung über Nacht bekannt. In Die Schatten der Globalisierung beschuldigt er dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank nicht die Interessen der armen Länder zu vertreten - also die eigentliche Aufgabe, für die der IWF und die Weltbank einst gegründet wurden - sondern die ihres größten Shareholders, des US-amerikanischen Finanzsektors. Das Buch wurde weltweit über eine Million mal verkauft und in 30 Sprachen übersetzt.

In seinem nächsten Werk Die Roaring Nineties, beschäftigte sich Stiglitz fast ausschließlich mit dem Boom der US-Wirtschaft in den 90er Jahren und dem Zerplatzen der Blase. Es ist vor allem eine kritische Auseinandersetzung mit der US-Wirtschaft (z.B. Enron). Stiglitz empfiehlt darin staatliche Eingriffe in das Marktgeschehen. Auch auf die deutsche Volkswirtschaft bezogen hat Stiglitz vor kurzem eine staatliche Nachfragepolitik, ein keynesianisches Konzept, nahegelegt.

Gerade eben ist sein neueste Werk Die Chancen der Globalisierung in Deutschland erschienen, in dem er sich mit den wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen der heutigen Zeit auseinandersetzt und konkrete Wege aus der Globalisierungsfalle aufzeigt.
„Stiglitz ist der zur Zeit bedeutendste, kreativste und einflussreichste Wirtschaftswissenschaftler der Welt.“(DIE ZEIT, 43/2001)

Joseph Eugene Stiglitz, 1943 in Gary, Indiana, geboren ist ein US-amerikanischer Ökonom. Für seine Arbeiten über das Verhältnis von Information und Märkten erhielt er 2001 den Nobelpreis für Wirtschaftwissenschaften.

Joseph E. Stiglitz studierte unter anderem am Massachusetts Institute of Technology und in Cambridge. In Yale wurde er mit 26 Jahren Professor für Ökonomie. Stiglitz war von 1993 bis 1999 Wirtschaftsberater von Bill Clinton und von 1997 bis 2000 Chefökonom der Weltbank, die er aufgrund seiner Kritik an ihr wieder verlassen musste. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er durch sein Buch Die Schatten der Globalisierung, einer scharfen Kritik an der Politik der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds. Stiglitz gilt auch als einer der schärfsten Kritiker der Wirtschaftspolitik der US-Regierung unter George W. Bush.

Stiglitz war Professor in Yale, Princeton, Oxford und Stanford. Im Jahr 2000 wurde er Professor für Ökonomie an der Universität Stanford, USA, und senior fellow am Brookings Institute. Heute lehrt er an der Columbia-Universität New York.

Als einer der führenden Forscher in der Makroökonomie wurde er auch bekannt als Autor des Buches Whither Socialism?, in dem er auf verständliche Weise Theorien zum Fehlschlagen des Sozialismus in Osteuropa, zur Rolle der „asymmetrischen Information“ in den Märkten sowie zu Fehlannahmen über die Bedeutung des freien Marktes in einer kapitalistischen Marktwirtschaft darlegt.